Der Schriftsteller Erasmus Schöfer und sein Erleben des Jahres 1968

Erasmus Schöfer hat eine große Aufgabe erfüllt - auf vier Bände hatte der in Köln lebende Schriftsteller, 1931 bei Berlin geboren, sein Werk "Die Kinder des Sisyfos" angelegt, in dem er die Geschichte des Aufbruchs der Linken von 1968 bis zu ihrem Zerfall Anfang der 90er Jahre erzählt. Der erste Band "Ein Frühling irrer Hoffnung" ist 2001 zu Schöfers 70. Geburtstag erschienen. In diesem Sommer hat er den vierten Band vorgelegt. Erasmus Schöfer sagt von sich selbst, ein 68er zu sein. Für ihn kam 1968 nicht überraschend, es war, wie er heute analysiert, eher das Ende einer langen Entwicklung, die sich als "plötzlich aufflammender Brand" ausdrückte - für ihn die Begegnung mit glühenden Nazis nach dem Krieg an führender Stelle in seiner Schule, der Debatte um die Wiederbewaffnung in den 50ern, dem Beginn der Ostermärsche, dem Schahbesuch, dem Versuch des Dialogs mit Theaterbesuchern und Fabrikarbeitern.

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