Die Krönung der Poppea - Regie: Ins: Klaus-Michael Grüber, Vincent Bataillon



Klaus Michael Grüber, einer der großen Opern- und Theaterregisseure unserer Zeit, ist im Juni dieses Jahres im Alter von 77 Jahren verstorben. ARTE gedenkt des "jungen Wilden" des deutschen Theaters, der auch in Frankreich zu einem künstlerischen Fixstern wurde, und zeigt seine Inszenierung der "Krönung der Poppea" aus dem Jahr 2000. Klaus Michael Grüber hat sie im Rahmen des Opernfestivals von Aix-en-Provence auf die Bühne gebracht. Für die musikalische Leitung zeichnete Marc Minkowski verantwortlich und auf der Bühne standen ebenfalls Künstler von Weltrang, allen voran Mireille Delunsch in der Titelrolle und Anne-Sofie von Otter als Nero.

"Die Krönung der Poppea", die letzte Oper von Claudio Monteverdi, wird oft als seine beste bezeichnet. Sie wurde 1642 im Teatro SS. Giovanni e Paolo in Venedig uraufgeführt und beginnt mit einem Prolog, in dem die Göttinnen der Tugend, des Glücks und der Liebe sich gegenseitig ihre Stärke beweisen wollen. Als Beispiel wird die Geschichte der Poppea angegeben.
Die Handlung spielt im antiken Rom um das Jahr 67 nach Christus: Poppea setzt alle Mittel der Verführung ein, um Kaiser Neros Gemahlin zu werden. Nero ist ihr schon verfallen, nun muss sie ihn noch dazu bringen, ihren Feind, den Philosophen Seneca, zu beseitigen und Kaiserin Ottavia zu verstoßen. Man sollte annehmen, dass die Götter Poppea eher heute als morgen strafen, doch weit gefehlt: Fortuna - das Schicksal - und Amor sind auf ihrer Seite. Denn Ottavia, hin- und hergerissen zwischen Hass und Liebe, begeht den Fehler, einen Mordanschlag auf Poppea zu veranlassen ...
Klaus Michael Grübers Inszenierung der Oper "Die Krönung der Poppea" hat ein großes Aufgebot hochkarätiger Solisten zu bieten: In den Soloparteien sind neben Sylvie Brunet, Charlotte Hellekant, Denis Sedov, Nicole Heaston auch Mireille Delunsch als Poppea und Anne-Sofie von Otter in der Rolle des Nero zu hören. ARTE zeigt eine Aufzeichnung aus dem Théâtre de l'Archevêché in Aix-en-Provence aus dem Jahr 2000.

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