Les grandes dames: Herta Müller und Ulla Hahn

Herta Müller: Atemschaukel

Sommer 1944. Rumänien wechselt die Seiten. Der faschistische Diktator wird hingerichtet. Rumänien erklärt Deutschland den Krieg. Die neuen sowjetischen Verbündeten lassen alle Deutschen zwischen siebzehn und fünfundvierzig in Arbeitslager in der Sowjetunion deportieren. Zum Wiederaufbau des zerstörten Landes. Unter ihnen der junge Oskar Pastior, Büchnerpreisträger 2006 und einer der großen Lyriker deutscher Sprache. Herta Müller erzählt seine Geschichte. Eine Geschichte, die sie gemeinsam schreiben wollten. Oskar Pastiors überraschender Tod hat das verhindert. Darum ist Atemschaukel mehr als nur eine Biographie. Es ist ein literarisches Denkmal.

Thea Dorn im Gespräch mit Herta Müller über ihren aktuellen Roman "Atemschaukel"

Ulla Hahn: Aufbruch

Arbeiterkind, katholisches Milieu im Rheinland, Mittelschule, Bürokraft - und dann ist da immer noch die Fantasie, das Herausträumen aus dem tristen Alltag - so haben die Leser Hildegard Palm verlassen. Damals, am Ende von Ulla Hahns großem Bestseller Das verborgene Wort. Jetzt, acht Jahre später erlebt man die Fortsetzung. In ihrem neuen Roman Aufbruch sehen die Leser Hilla Palm Anfang der 60er Jahre. Die Weihnachtsferien sind vorbei. Der erste Schultag auf dem Gymnasium beginnt. Hilla ist voller Aufregung. Ein Aufbruch - aber wohin?

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