"Die Person ist eine Summe von Möglichkeiten ..."

Man kennt Max Frisch als ehrgeizigen und entschlossenen Schreiber, der die Schriftstellerei über alles stellte, einen an Politik und Gemeinwesen interessierten Zeitgenossen, ein Weltenbummler und Getriebener, der nirgendwo richtig sesshaft wurde und seine häufigen Ortswechsel selbst "als Zeichen eines verfehlten Lebenslaufes" betrachtete. Hinter den öffentlichen Großschriftsteller und Weltautor duckt sich der Privatmann: der Träumer und Rekrut in Uni form, der begeisterte Bergwanderer und begabte Aktzeichner, der liebevolle Familienvater und leidenschaftliche Verehrer der Frauen. Spiegel-Redakteur Volker Hage zeigt in seinen Max-Frisch-Biographien alle Facetten des Autors auf. Im Gespräch mit Michael Serrer reflektiert er über das Leben, Werk und die Bedeutung von Max Frisch.

Volker Hage, geboren 1949, kam nach Stationen bei der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Zeit" zum "Spiegel", wo er seit 1992 als Literaturredakteur arbeitet. Er hatte Gastprofessuren in Deutschland und den USA inne. Als Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher hat er die deutsche sowie die internationale Literaturentwicklung kritisch beobachtet und kommentiert. Er ist einer der bekanntesten Literaturkritiker im deutschsprachigen Raum.

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