Die Zentralbibliothek lädt zum vierfachen Rendezvous mit Max Frisch

In diesem Jahr wäre Max Frisch 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass widmen wir dem großen Schweizer Schriftsteller den Literarischen Schnellkurs 2011. Literaturexperten stellen an vier Abenden in der Zentralbibliothek Auszüge und Aspekte aus dem Leben und Werk von Max Frisch vor.
"Jedermann erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er dann, oft unter gewaltigen Opfern, für sein Leben hält", so Max Frisch. Zentrales Motiv seines schriftstellerischen Schaffens war die Auseinandersetzung mit dem Ich. Die Neuerfindung des Ichs, die Sehnsucht danach ein anderer Mensch zu sein und der ständige Neuentwurf seines Selbst beschäftigten ihn ein Leben lang. Max Frisch hat eine Vielzahl von Leben ausprobiert, den Austausch mit unterschiedlichsten Menschen gesucht und sich im Dialog hinterfragt, nach Grenzen gesucht, Selbstkritik geübt, bewusst Zweifel zugelassen. Diese Offenheit seiner Persönlichkeit verbunden mit einem unerschöpflichen Antrieb zum inneren Aufbruch haben sich in seinen Werken niedergeschlagen, sie zeitlos gemacht und ihnen eine außerordentliche Wirkung verliehen.
Mit der Schweiz, seinem Heimatland, hat sich der weltläufige Autor bis ins hohe Alter auseinander gesetzt: der Neutralität, dem Reichtum und der seiner Meinung nach fehlenden Selbstdefinition des europäischen Staates.
Und nicht zuletzt sind seine Werke geprägt von der Angst vor dem Alleinsein, die er in verschiedenen Facetten literarisch verarbeitet hat und die ihm zeitlebens und bis heute Millionen Leser beschert. Wir laden Sie herzlich ein, mehr über den Autor Max Frisch zu erfahren und seine Texte neu zu entdecken!

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