Else Lasker-Schüler ~ Literatur-Tagung in Wuppertal vom 22. bis 26. Oktober 2008

Literatur-Tagung Wuppertal: Tote Dichterin kehrt wieder

Die 1945 im Exil in Jerusalem gestorbene Dichterin Else Lasker-Schüler kehrt als Bühnenfigur in ihre Heimatstadt Wuppertal zurück. Ein Theaterstück über die expressionistische Lyrikerin steht unter dem Titel "Stiefmutterland" auf dem Programm des diesjährigen Else-Lasker-Schüler-Forums in Wuppertal, teilten die Veranstalter am Dienstag mit.
Bei der vom 22. bis 26. Oktober dauernden Literatur-Tagung, die auch an das 60- jährige Bestehen Israels erinnern will, sollen Fragen des literarischen Exils zwischen der NS-Zeit und der Gegenwart diskutiert werden, sagte der Vorsitzende der Lasker-Schüler-Gesellschaft, Hajo Jahn. Den Auftakt bilde ein Gespräch zwischen dem israelischen Schriftsteller Asher Reich und dem im Exil lebenden iranischen Autoren Said.
Die beiden Ex-Botschafter Avi Primor (Israel) und Rudolf Dressler (Deutschland) treffen sich bei der Tagung zur Diskussion über die Friedensaussichten in Nahost. Gedichtvertonungen Lasker-Schülers aus der Feder des nach Australien geflohenen Komponisten George Dreyfus werden ebenso zu hören sein wie die von der Schauspielerin Nina Hoger gelesenen Verse der 1869 in Wuppertal-Elberfeld geborenen Lyrikerin.
Auch mit einem "Slam-Poetry-Workshop" kommt beim 14. Lasker-Schüler- Forum die Literatur zu ihrem Recht.
Die 1990 gegründete Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft hat nach eigenen Angaben international etwa 1400 Mitglieder. Sie versteht sich ausdrücklich als "politische" Literaturvereinigung, die an die deutsch-jüdische Kultur und an die Verfolgung Intellektueller unter den Diktaturen des 20. Jahrhunderts erinnern will.

Zum Thema

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Herbst beginnt dieses Jahr einen Tag früher

Das Leben Renan Demirkans - Vorstellung ihres neuen Romans am 29. September in der Stadtbibliothek