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Lucas Cranach im Lutherjahr


Cranachs Werke zeugen von einem künstlerischen Selbstverständnis und Selbstbewusstsein, das den kreativen Wettstreit mit anderen Künstlern nicht scheut, sondern ihn vielmehr sogar zu suchen scheint. Seine innovativen Bildlösungen sind nur durch eine Einbettung und Kontextualisierung in das Netzwerk des künstlerischen Austauschs im Alten Reich erfassbar. Die Ausstellung verfolgt daher das Ziel, Cranachs Wechselbeziehung mit anderen Künstlern seiner Zeit aufzuzeigen und sein pointenreiches und kreatives Spiel von Rezeption, Aneignung und Überbieten an konkreten Beispielen nachzuzeichnen. Dabei soll etwa der Wettstreit mit anderen prominenten Künstlern im Fokus stehen, darunter Namen wie Albrecht Dürer oder Hans Holbein der Jüngere. Ziel ist es einerseits diesen wechselvollen Beziehungen deutlichere Konturen zu verschaffen, andererseits aber auch die Anknüpfungspunkte seines Œuvres zur italienischen Kunst zu schärfen. Cranach antworte auf die Bildfindungen von Künstlern wie Jacopo de' Barbari oder Lorenzo Costa d. Ä. mit einem eigenen Formenrepertoire und Schönheitsideal, wie etwa an seinen Adam und Eva-Tafeln sichtbar wird.  
Ausstellung "Cranach. Meister - Marke - Moderne" am 7.4.2017

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