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Berliner Literaturpreis für Monika Rinck


Die gebürtige Rheinland-Pfälzerin Monika Rinck kam 1990/91 nach Berlin und lernte es gleich von seiner rauen Seite kennen: Sie lebte in der Beusselstraße in Moabit. Sie studierte bis 1998 Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft am Peter-Szondi-Institut der Freien Universität, und insofern schließt sich für die 51-jährige Lyrikerin ein Kreis: Denn die Verleihung des mit 30.000 Euro dotierten Berliner Literaturpreises ist mit einer Gastprofessur für deutschsprachige Poetik der Stiftung Preußische Seehandlung am Peter Szondi-Institut verbunden. Monika Rinck war sichtlich erfreut, als ihre Auszeichnung am Montagnachmittag per Videoschalte im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Hans Gerhard Hannesen, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Preußische Seehandlung, verkündet wurde. Der Berliner Literaturpreis zeichnet eigenen Angaben zufolge Autorinnen und Autoren aus, "die mit ihrem literarischen Werk einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur geleistet haben".  In der Jurybegründung hieß es es: „Mit Monika Rinck zeichnet die Preisjury eine Dichterin aus, deren Werk durch Lust am Klang und gedankliche Präzision besticht. Ihre Gedichte, Essays und Streitschriften erforschen Poesie als Erkenntnisform und bieten analytischer Eleganz und Sprachwitz gleichermaßen eine Bühne. Dabei geht es auch um Weltliches und Wirkliches, um ganz alltägliche Dinge wie Ansprechen, Schwimmen, Schlafen, Verkörpern, Sammeln, so die Kapitel ihres Lesebuches, 'Champagner für die Pferde' – und zugleich um eine so kenntnisreiche wie anarchische Suche nach offenen Räumen. In ihren Texten reist Monika Rinck durch den literarischen Echoraum, in Lyrikbänden wie ,Honigprotokolle' oder ,Alle Türen' erzeugen Wörter, Buchstaben, Binnenreime und Assoziationsketten eine halluzinatorische Kraft. Für die Preisträgerin sind Gedichte 'Wirksame Fiktionen' – mit ihnen eröffnet sie, als Virtuosin des poetischen Bewusstseins, ihren Leserinnen und Lesern neue Wirklichkeiten.“

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