Mittwoch, 30. Mai 2012

Samstag, 26. Mai 2012

Sünder

Noch nicht ganz
vergessen
das Paradies
wo wir sündlos waren

Schön und süß
der Apfel
sein Saft hat uns
sehend gemacht

Labt uns Sünder sein
verbotene Worte lieben
und Menschen
unter drohendem Himmel

Rose Ausländer

Donnerstag, 24. Mai 2012

Lesung mit dem Buchautor John von Düffel


10 Der vierte Tag (S. 166-167)

Kein Wecker klingelt, niemand klopft oder ruft an. Es ist halb zehn, und ich bin auf dem Weg zur Leichtschreib-Übung, ohne Eile und Verzug, schlendere vorbei an dem frühstücksleeren Pool, den noch unbesetzten Liegestühlen am Beckenrand, der Morgensonne, die sich im glatten Wasser spiegelt. Auf einmal fällt es mir unendlich leicht, pünktlich zu sein. Ich bin der Erste unter dem Sonnensegel im Garten. Nur das Hotelpersonal war schon da, hat den Tisch hergerichtet, die Stühle bereitgestellt, auch den von Schwamm, was mich nicht weiter beunruhigt.

Denn sogar ihm, seinem Kritikerblick, seiner Vernichtermiene fühle ich mich heute gewachsen. Ich habe keine Angst mehr vor irgendwem. Die Mappe, die ich unterm Arm trage, hat ein beachtliches Gewicht. Mit welchen Übungen Goethe seinerzeit Leichtschreiben gelehrt hat, weiß ich nicht. Doch ich kann jetzt von mir behaupten zu wissen, wie es geht – aus eigener Erfahrung. Ich habe es geschafft, ohne ihn, ohne seine Instruktionen und Ratschläge, seine Vor- und Denkschriften. Ich habe die ganze Nacht durchgeschrieben, die Seiten gefüllt, ohne abzusetzen, ohne nachzulassen oder müde zu werden, im Gegenteil, je später die Nacht, je früher der Morgen, desto wacher und klarer wurde ich. Ich habe mich zum Licht geschrieben, leichtschreibend, leuchtschreibend.

Und wie durch ein Wunder bin ich immer mehr geworden mit jedem Satz, jeder Seite, immer mehr ich selbst. Insofern kann ich Hedwig nur dankbar sein für die Nötigung, Goethes Manuskript zu fälschen. Ohne sie – ohne die Aussicht auf sie – hätte ich es nicht gewagt. Sie war die Muse meines Plagiats, meine Kopisten-Inspiration, die süße Verführung zu »wechselseitiger Befruchtung« und einem polygamen Umgang mit geistigem Eigentum.

Nie hätte ich mich sonst so hemmungslos auf Goethe gestürzt, nie seine Art zu denken und zu schreiben so ganz und gar kopiert. Bis es auf einmal »klick« gemacht hat und mir klar wurde, dass ich das Original ja überhaupt nicht kenne, dass ich ein Fälscher bin ohne Vorlage und dass alles, was ich kopiere, jeder Satz, jeder Gedanke, von mir ist. Auf einmal fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Der Goethe, den ich die ganze Zeit kopiere, bin ich selbst.

Montag, 21. Mai 2012

EL GRECO UND DIE MODERNE

Die Ausstellung "El Greco und die Moderne" zeigt zum ersten Mal und exclusiv in Deutschland
40 Hauptwerke von El Greco
und stellt diese 100 Bildern der Moderne gegenüber,
um die inspirierende Strahlkreft des Altmeisters auf die großen modernen Maler wie
Cézanne, Picasso, van Gogh, Delaunay, Beckmann, Macke und Marc
aufzuzeigen.

Samstag, 12. Mai 2012

Eine Übersicht der portugiesischen Autoren

Manuel Alegre de Melo Duarte wurde am 12. Mai 1936 in Águeda geboren.
Er studierte in Lissabon, Porto und an der juristischen Fakultät der Universität Coimbra.
1961 nach Angola abkommandiert, organisierte er dort den ersten Versuch einer Militärrevolte gegen das Regime und den Kolonialkrieg.
Er wurde von der portugiesischen Geheimpolizei PIDE für sechs Monate in Luanda inhaftiert und schrieb im Gefängnis einen Großteil der Gedichte für sein erstes Buch
Praça da Canção.
Im Oktober 1964 wurde er in den Führungsstab der Frente Patriótica de Libertação Nacional (Patriotische Front zur Nationalen Befreiung) gewählt. Zehn Jahre verbrachte er im Exil in Algier, wo er der verantwortliche Sprecher des Widerstandssenders Voz da Liberdade (Stimme der Freiheit) war.
Nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974 kehrte er nach Portugal zurück. 1974 wurde er in den Vorstand der Sozialistischen Partei (PS) gewählt, von 1995 bis 2009 war er
Vize-Präsident des portugiesischen Parlaments. 2006 und 2011 kandidierte er bei der Wahl zum Präsident der Republik.

Manuel Alegres literarisches Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays und vor allem Lyrik.
Er hat zahlreiche renommierte Literaturpreise erhalten, unter anderem den Großen Lyrikpreis des portugiesischen Schriftstellerverbandes, Prémio Fernando Namora, Prémio Pessoa und zuletzt Prémio Dom Dinis für seinen Gedichtband
Doze Naus.

Donnerstag, 10. Mai 2012

WIR HABEN BERLIN GESCHLAGEN!

Unterwegs

Teresa Hoffbauer

Mittwoch, 9. Mai 2012

Howard Carter



Montag, 7. Mai 2012

Machtwechsel in Frankreich

Adieu, Liebling!

Samstag, 5. Mai 2012

Freitag, 4. Mai 2012

Literarischer Zirkel in Hösel

Anna und Otto Quangel haben sich nie für Politik interessiert. Als ihr Sohn an der Front fällt, äandert sich ihre Haltung. In ihrer Verzweiflung entschließen sie sich, aktiv Widerstand gegen das NS-Regime zu leisten. Auch wenn ihr Sohn dadurch nicht wieder lebendig wird, wollen sie andere vor dem gleiccen Schicksal bewahren. Unermüdlich bedrucken sie Postkarten mit Hitler-feindlichen Botschaften und verteilen sie in der ganzen Stadt. Was können sie erreichen, ehe die Gestapo sie zu fassen kriegt?
Falladas Romam nach einer wahren Begebenheit ist ein wiederentdecktes Meisterwerk.

Dienstag, 1. Mai 2012

Der erste Mai

Teresa Hoffbauer

Der erste Tag im Monat Mai
Ist mir der glücklichste von allen.
Dich sah ich und gestand dir frei,
Den ersten Tag im Monat Mai,
Dass dir mein Herz ergeben sei.
Wenn mein Geständnis dir gefallen,
So ist der erste Tag im Mai
Für mich der glücklichste von allen.

Friedrich von Hagedorn (1708-1754)

Sonntag, 29. April 2012

Welttag des Tanzes

Am Sonntag, 29. April 2012 findet der Welttag des Tanzes statt. 

3sat zeigt ab 6.05 Uhr mit dem Thementag "Tanzfieber" wie viele Facetten Tanz hat und wie er Menschen zusammenbringt. Spielfilme, Dokumentationen und Dokumentarfilme entführen 24 Stunden lang in die Welt der Profis und Amateure, der Tango- und Walzertänzer, der Ballett- und Musicalstars und der Menschen, die sich einfach gerne im Rhythmus bewegen. 

Samstag, 28. April 2012

Freitag, 27. April 2012

Mittwoch, 25. April 2012

Dienstag, 24. April 2012

Montag, 23. April 2012

Samstag, 21. April 2012

Freitag, 20. April 2012

APRIL

Augen, sagt mir, sagt, was sagt ihr?
Denn ihr fragt was gar zu Schönes?
Gar des lieblichsten Getönes;
Und in gleichem Sinne fragt ihr.

Doch ich glaub´euch zu erfassen:
Hinter dieser Augen Klarheit
Ruht ein Herz in Lieb´und Wahrheit,
Jetzt sich selber überlassen,

Dem es wohl behagen müßte,
Unter so viel stumpfen, blinden,
Endlich einen Blick zu finden,
Der es auch zu schätzen wüßte.

Und indem ich diese Chiffern
Mich versenke zu studieren,
Laßt euch ebenfalls verführen,
Meine Blicke zu entziffern!

Johann Wolfgang von Goethe

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cavalinho Liz que vai para Paris!

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