Skulpturenpark in Wuppertal Das Tor zum Anwesen ist weit offen. "Kurt Herberts" steht auf dem verwitterten Schild an der Mauer. Dann geht es durch den Wald, über zahlreiche Schlaglöcher die Serpentinen hinauf. Und noch ein Tor. Vorbei an einem verwahrlosten Gärtnerhäuschen. Hinter der nächsten Kurve steht sie ganz überraschend vor uns - die weiße Villa mit den runden Ecken. Ein bisschen marode schaut sie aus und ziemlich leer. Kurt Herberts, der Fabrikant mit der anthro-posophischen Vorliebe, wohnt schon lange nicht mehr hier. Der neue Besitzer des Geländes heißt Tony Cragg und ist Bildhauer. Wir befinden uns mitten in Wuppertal, Craggs Wahlheimat seit dreißig Jahren. Genauer: Am Südhang der Stadt, oberhalb des Flusses, an der Grenze zwischen Barmen und Elberfeld. Hier will der gebürtige Brite einen Skulpturenpark entstehen lassen. Hier, in dieser landschaftsgeschützten, 15 Hektar großen Urwüchsigkeit. Jahrzehntelang hat sich niemand um dieses verwunschene Gelände gekümmert. ...